Aktueller Spendenaufruf

Wir werden euch an dieser Stelle immer über Khadira's aktuelle Fortschritte informieren.

Bilder zu Khadira

 

KHADIRA

Khadira ist ein persischer Mädchenname und bedeutet SCHICKSAL!

War es Schicksal, dass Michael mehrere magere Hunde gesehen hat, einer davon zog nur noch die Hinterbeine hinter sich her, die auf einem Gelände eingesperrt waren und sie gefüttert hat? War es Schicksal, dass diese schwer behinderte Hündin gerade in dem Moment außerhalb des Zauns war, als Michael vorbei fuhr und er es nicht übers Herz brachte, sie einfach zu ignorieren, ihr Schicksal als gegeben hinzunehmen, dass er sie mitgenommen hat? War es Schicksal, dass bei einer lieben Tierschützerin, bei der schon einige behinderte Hunde ein Zuhause gefunden haben, gerade ein Plätzchen frei war?

Man mag nun „vernünftig“ denken, was hat dieser Hund für eine Lebensqualität? Wäre es nicht besser, sie einfach zu erlösen? Dieses Hundemädel strahlte so einen Lebenswillen aus, robbte mit größtem Vertrauen auf Michael zu, hier gab es nichts zu erlösen, diese Hündin kämpfte, sie wollte leben!

Das behinderte Hundemädel, das sicher noch nie von Menschen erwünscht war, bekommt den ersten Namen seines Lebens – KHADIRA und zum ersten Mal seit sie auf dieser Welt ist, freute sich ein Mensch auf sie, konnte es kaum abwarten, bis sie nach Deutschland kam und nun lebt Khadira in der Nähe von Köln.

Von diesem Moment an, kämpfte Khadira nicht mehr alleine. Sie hatte ein Frauchen, das sie nicht nur liebevoll in die Familie aufgenommen hatte, sie hatte ein Frauchen, das sich nicht damit abfinden wollte, dass Khadira ihre Hinterbeine nicht benutzen konnte und sie umgehend dem Tierarzt vorstellte um abzuklären, wie man ihr helfen konnte. Geduldig ließ das Streunermädel alle Tests über sich ergehen und das Röntgenbild zeigte, dass einige Wirbel Veränderungen hatten, die aller Wahrscheinlichkeit nach durch eine Misshandlung verursacht wurden. Durch einen starken Schlag oder Tritt wurden die Wirbel gegeneinander gepresst und so erklärt sich diese massive Verletzung.

Die Therapie begann. Khadira wurde gezielt massiert, die Muskeln mit Strom aktiviert, sie machte Gymnastik, schwimmt, trainierte auf dem Wasserlaufband und machte bei den täglichen Übungen eifrig mit. Sie spürte, dass ihr alle helfen wollten, sie kämpfte, sie machte Fortschritte und sie genießt die Aufmerksamkeit. Nach wenigen Wochen konnte dieser lebensfrohe Sonnenschein ohne Hilfe aufstehen, sie konnte immer länger stehen und sie wollte mit den anderen Hunden spielen. Sie tobte anfangs noch etwas „gebremst“ mit Frauchens Hilfe durch den Garten, die sie hinten mit einem Tuch stützte und mit ihr mit rannte. Mit den Vorderbeinen lernte die Hündin schnell, ganz normale Bewegungen zu machen.

Wieder vergingen einige Wochen, dir Therapie wurde fortgesetzt, Khadiras Entwicklung war fantastisch. Frauchen war schon bald zu langsam, doch die Hilfe mit dem Tuch war gar nicht mehr notwendig. Inzwischen ist sie mit den anderen Hunden im Garten unterwegs, spielt, rennt und es ist eine Freude diesem Hund zuzuschauen. Sie kippt hinten immer wieder weg, rappelt sich wieder auf und weiter geht es. Sie schafft immer mehr Schritte und Hüpfer und sie kommt inzwischen ohne Hilfe auf die Couch. Die Koordination, der Bewegungsablauf stimmt und die Tierärzte und die Physiotherapeuten sind zuversichtlich, dass Khadira mit der Zeit durch diese Verletzung nicht mehr eingeschränkt sein wird. Allerdings muss der Muskelaufbau weiterhin gefördert und die Koordination trainiert werden. Khadira und ihr Frauchen sind noch nicht am Ende des Weges angekommen, aber sie gehen diesen Weg gemeinsam.

Wir alle müssen unserer Kämpferin weiter ganz fest die Daumen drücken und ihr viel Kraft schicken. Khadira weiß nicht, wem sie das alles zu verdanken hat, aber wir, die Streunerhilfe, wir wissen es. Khadiras Rettung war der erste Wink des Schicksals. Dass sich sofort ein ganz lieber Mensch bereit erklärt hat, dieses Hundemädel aufzunehmen, alles zu tun, was nur möglich war und an Khadira geglaubt hat, da war das Schicksal wieder wohl gesonnen. Dass diese aufwändige Behandlung überhaupt möglich war, das war kein Schicksal, das war nur möglich, weil hier sehr viele tierliebe Menschen hinter diesem behinderten Hund stehen, Geld gespendet haben und dies noch immer tun. Und mit jedem Cent unterstützen wir diese Behandlung und hoffen gemeinsam mit Khadira und ihrem Frauchen, dass sie sich in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft wie ein ganz normaler Hund wird bewegen können.

Wir danken Khadiras Freunden ganz herzlich für die Unterstützung, sind weiterhin für jede Spende dankbar und werden Euch alle über die weiteren Fortschritte auf dem Laufenden halten, damit wir alle gemeinsam Khadira weiter begleiten und uns mit ihr freuen können. Bei den Grausamkeiten in Rumänien sind wir froh und dankbar, dass wir gerade diesem Hund helfen können, denn ein behinderter Hund hat in diesem Land überhaupt keine Chancen, er kann nicht mal versuchen zu fliehen.



UPDATE AUGUST 2014

Inzwischen sind wieder einige Monate ins Land gezogen und viel ist geschehen.

Khadira hat unverschuldet ihr Zuhause verloren und lebt inzwischen bei einer Familie mit mehreren Kindern, Hunden und Katzen, die sich sofort bereit erklärt haben, diesem Schicksalsmädchen ein neues Zuhause zu bieten. Sie hat sich sehr schnell in ihrer neuen Großfamilie eingelebt und fühlt sich mit ihren zwei- und vierbeinigen Spielkameraden rundum wohl. Wenn sie nicht mit ihren Hundekumpels unbeschwert im Haus und Garten tobt, genießt sie Kuscheln mit ihrer Menschenfamilie und wenn sie dann so richtig müde ist, schläft sie friedlich bei den Kindern im Bett ein. Für Khadira ist die Welt in Ordnung und mit ihrer Behinderung hat sie sich arrangiert und sie kommt damit gut zurecht.

Das liebe Hundemädel geht nach wie vor regelmäßig zur Therapie, damit der Bewegungsablauf sich nicht wieder verschlechtert und die Muskeln gestärkt werden. Das Training auf dem Wasserlaufband tut ihr gut und das wird ergänzt durch gezielte Massagen. Auch wenn das alles sehr zeitaufwändig und natürlich auch nicht billig ist, so zeigt uns Khadira jeden Tag durch ihre Lebensfreude, durch ihr liebes Wesen durch ihre Anhänglichkeit und Dankbarkeit, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir sind froh und erleichtert, dass wir diesem Hund diese Chance geben dürfen, nicht zuletzt dank vieler lieber Menschen da draussen, die immer mal wieder eine kleine Spende für unser Schicksalsmädchen schicken.





UPDATE Januar 2015

Die Pflegefamilie von Khadria hat beschlossen, dass sie sich nicht mehr von dem Hundemädel trennen möchten und Khadria ihr Zuhause auf Lebenszeit gefunden hat.

Da Khadira aber immer ein Hund bleiben wird, der ständig Unterstützung durch Therapien, Tierarztbesuche usw. braucht, haben wir als Verein beschlossen, die Familie auch weiterhin finanziell im Rahmen unserer Möglichkeiten zu unterstützen. Und deshalb sprechen wir auch an alle tierlieben Menschen da draussen die Bitte aus, sich weiterhin mmit Spenden an diesem Weg zu beteiligen.

Auch Patenschaften für Khadira nehmen wir gerne entgegen, damit uns auch die Möglichkeit gegeben ist, Khadira und ihre Familie weiterhin zu unterstützen.

Das Hundemädchen zeigt durch ihre unendliche Liebe und Anhänglichkeit ganz deutlich, dass sie ihre Familie gefunden hat.



Wenn Sie Khadira weiterhin finanziell unterstützen möchten, so geben Sie bitte als Verwendungszweck "Hilfe für Khadira" an.

Credit und Volksbank Wuppertal
IBAN: DE93330600980314902017
BIC: GENODED1CVW